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Lichtblick

Tracks:

  1. Blue Morning 05:23
  2. Green Sky Burning 07:47
  3. Belfor 06:14
  4. Ein Hauch 04:34
  5. Hasmin 08:56
  6. Go on 07:04
  7. Kokoro 05:01
  8. Elegia 05:12



Total 50:43

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Aktivraum Label – AR 10105
VÖ: 2004

 

Jazz, auch für Klassik-Hörer

Stockhausen, Comisso, Thomé


Lichtblick


prima, altrove ...

"Lichtblick – prima, altrove ..." präsentiert Markus Stockhausens aktuelles Trio mit dem Pianisten Angelo Comisso und dem Schlagzeuger Christian Thomé.

Das Zusammentreffen bezeichnet er als Glücksfall, wobei er in der Zusammenarbeit mit dem Pianisten Comisso an eine musikalische Sprache anknüpft, die er in den 80er Jahren mit Rainer Brüninghaus begonnen hatte. Thomé hat sich seit Jahren in der Kölner Szene einen Ruf als äußerst einfühlsamer und virtuoser Perkussionist gemacht, dessen Klangpalette weit über die ihm auch eigene swingende und begleitende Kraft hinausgeht.

Stockhausens klarer, immer wieder ins Unwirkliche übergehende Sound, der ihm den Ruf eingebracht hat, der Trompeter mit dem schönsten Klang zu sein, lebt sich im einführenden „Blue Morning“ regelrecht aus. „Green Sky Burning“ dagegen beginnt mit einer markanten Melodie, auf die eine geheimnisvolle Unterbrechung folgt, vor allem von traumgleichen Klavierpassagen und Thomés unvergleichlicher Beckenarbeit gestaltet, um dann wieder die Eingangsmelodie aufzugreifen und der Trompete den Raum für ihre Erzählungen zu geben.

Nach einem sehr eindringlichen „Belfor“ zeigt sich Stockhausens „Ein Hauch“ von lautmalerischer Leichtigkeit. Comissos „Hasmin“ ist dagegen Kraft pur, voller Ausdruck und melodienhafter Schönheit. Doch damit begnügt sich Comisso noch nicht, sondern treibt mit „Go On“ seine Partner zu weiteren Auseinandersetzungen mit Klang und Bewegung an.

An Stockhausen ist es, mit „Kokoro“ dies noch einmal zu verstärken, in einem ständigen Wechsel zwischen abstrakter, verweilender Reflexion und hektischem Vorantreiben.

Im abschließenden „Elegia“ kommunizieren Stockhausen und Comisso in einer strahlenden Ruhe, die von Thomés pulsierendem Rhythmus überlagert wird. Eine ganz eigene Spannung entsteht, wobei sich jeder der drei Beteiligten in seiner eigenen Welt bewegt, als würden sie auf musikalische Art auseinandergehen.

Entstanden ist diese Produktion im Sommer 2004 in Triest, nach einem Festivalauftritt in Udine. Sie markiert das inspirierte Zusammenspiel von drei Musikern, die sich glücklicherweise gefunden haben.

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