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nonDuality

Tracks:

  1. Portal 02:37
  2. Weltfenster 11:06
  3. Freitagsglocken 04:39
  4. Harlekino 05:08
  5. Transit 02:50
  6. Endzeit 08:26
  7. Neuzeit 08:05


Total 43:06

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Aktivraum Label – AR 10104
VÖ: 2004

 

Bearbeitete Improvisationen

Markus & Simon Stockhausen


nonDuality


Achtung Starkstrom Improvisation!*

Zufall ist es und dazu ein gelungener, dass der Kölner Trompeter Markus Stockhausen zu Beginn des neuen Jahres 2005 bei dem Kölner Label Aktivraum gleichzeitig zwei neue Produktionen mit außergewöhnlicher aktueller Improvisierter Musik veröffentlicht.

In ihrer Unterschiedlichkeit verdeutlichen „nonDuality“ und „Lichtblick – prima, altrove ...“ eindrucksvoll die große Breite dieses Trompeters, dem es wie kaum einem anderen europäischen Musiker seines Fachs immer wieder gelingt, mit einem sehr eigenen Profil und persönlichen Stil identifiziert zu werden. Alle Bemühungen, ihn in irgendein bewertendes, wiedererkennbares Fach der aktuellen Musik zu packen, misslingen, werden von ihm selbst widerlegt.

„nonDuality“ zeigt ihn zusammen mit seinem Bruder Simon, der mit Synthesizer und Sampler, wie auch auf dem Sopransaxophon zu hören ist. Unterschiedlicher in ihrer musikalischen Konzeption können Brüder kaum sein. Simon hat, wie Markus selbst sagt, „ein sehr offenes Weltbild“, bewegte sich unter anderem in der Nähe von Pop- und aktueller elektronischer Musik. Markus ist vom Jazz, der Klassik und Avantgarde geprägt. Und dennoch haben beide rund zwanzig Jahre in den verschiedensten Gruppierungen zusammen gespielt und bereits neun gemeinsame CDs eingespielt.

„nonDuality“ ist nun keine Quintessenz dieser 20 Jahre gemeinsamen Musizierens, sondern ein neuer Meilenstein, mit dem die Brüder ihre Musik als Teil eines weltweiten, musikalischen Geschehens verstehen.

Dies unterstreichen sie gleich zu Anfang nach Durchschreiten von „Portal“ mit dem Titel „Weltfenster“, in dem sie eine „funkige Reise“ durch die Welt antreten, mit Unterstützung von Stimmen aus Afrika, China, Saudi-Arabien und anderen Ländern. Schlagzeuger Andrea Marcelli treibt die Reise spannungsvoll an, während Markus ständig neue Bilder vermittelt, getragen von dem packenden Soundteppich seines Bruders, eine Art von Kommunikation, die sich durch die ganze Aufnahme zieht.

„Freitagsglocken“ beschwört das Intuitive in der Musik, das einen wesentlichen Teil der Konzeption von Markus ausmacht, eine bewegende Besinnung, die an die Atmosphäre einer von Gregorianischem Gesang erfüllte Klosterkirche erinnert.

„Harlekino“ führt in die Gegenwart zurück, wobei die Personifizierung des Harlekins in Simons Sopransaxophon das Spielerische, aber auch zugleich das Vordergründige und Vergängliche markiert.

Mit „Transit“ geht die Reise ins Irreale, um dann nach der unheimlichen und bedrohenden „Endzeit“ in einer „Neuzeit“ anzukommen. Egal ob die musikalische Idee und ihre geniale gemeinsame Realisierung oder die Titel der einzelnen Stücke zuerst waren, auf eine geradezu traumhafte Weise gelingt es den beiden Brüdern in ihrer offensichtlich spontanen Kommunikation, die sie als konzipierte Improvisationen beschreiben, das Bild einer Weltreise in Form einer siebenteiligen Suite zu entwerfen. Außer vom Schlagzeuger Andrea Marcelli bei „Weltfenster“ und „Endzeit“ werden sie bei „Neuzeit“ auch von der niederländischen Klarinettistin Tara Bouman auf ihrem Weg in eine hoffnungsvolle Zukunft begleitet.

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