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Electric Treasures

Markus Stockhausen (trumpet, electronics)
Vladyslav Sendecki (keyboards, piano)
Arild Andersen (bass, electronics)
Patrice Héral (drums, percussion, voice, electronics)

Show tracks

The music has a continuous flow and the track IDs are merely for better access to certain favorite parts.

2 CDs
Gesamtlaufzeit 90.22 Minuten

Aktivraum Label – AR 10107
pd: 2008

 

Electric Treasures — live in Bonn Markus Stockhausen / Vladyslav Sendecki / Arild Andersen / Patrice Héral

 
Review from: Jazzpodium, 1 Sep 2008


Markus Stockhausen / Vladyslav Sendecki / Arild Andersen / Patrice Héral

Electric Treasures — live in Bonn  

by Hans-Jürgen Osterhausen

Seit Jahren gehören Markus Stockhausens Projekte zu den interessantesten und bewegendsten der europäischen Szene. Ohne Beispiel sein klares, intuitiv genanntes Trompetenspiel, das er in den verschiedensten Projekten immer wieder akustisch oder elektrisch verstärkt oder variiert auch in neuen Konstellationen präsentiert. Seit einigen Jahren arbeitet er mit dem norwegischen Bassisten Arild Andersen zusammen wie auch mit dem französischen Schlagzeuger Patrice Héral. Ergänzt war dieses Team eine Zeitlang durch den Gitarristen Terje Rypdal oder den Pianisten Angelo Comisso. Nun ist mit Vladyslav Sendecki ein neuer Partner hinzugekommen, der alle Voraussetzungen für eine ideale Zusammenarbeit mitbringt. Jahrelang hat er in den USA gelebt und als Pianist der NDR BigBand gearbeitet. Aus den USA bringt er auch große Erfahrungen in den elektronischen Anwendungen mit. Daneben spielt er ein akustisches Klavier, das, wie seine Solo CD vor kurzem deutlich machte, unter die Haut geht. Ein idealer Partner für Markus Stockhausen und seine Kollegen. Und dann zeigen die vier im Konzertsaal der Bundeskunsthalle Bonn, dass es nach Miles Davis & Co auch in Europa eine Szene gibt, die mit den elektronischen Effekten umgehen kann, die eine Rhythmus-orientierte Musik macht – um den abgedroschenen Begriff Fusion nicht benutzen zu müssen – die mehr als überzeugt. Ideen und Emotionen fließen zwischen den Musikern hin und her in den sog. elf „Electric Treasures“, in denen jeder Musiker immer wieder die Initiative ergreift, die anderen mitreißt zu eineinhalb Stunden Musik, wie man sie selten erlebt, bei Markus Stockhausen aber eigentlich immer, denkt man nur an die vielen Abende in der Kölner Südstadt St. Maternus Kirche solo oder mit Partnern und meist mit dem Lichtkünstler Rolf Zavelberg, der auch in der Bundeskunsthalle dabei war. Der Begriff Treasures stammt übrigens aus dem Vokabular der Ausstellung über die Schätze des Alten Ägypten, in dessen Rahmen dieses Konzert stattfand. Dem Anspruch dieses Begriffs wird die Musik gerecht, wobei der erste Teil (CD 1) akustisch und der zweite (CD 2) elektronisch orientiert ist. Auf jeden Fall eineinhalb Stunden, die sich lohnen.

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